Im Rahmen der Aktion "Fundstück des Monats" präsentierte das Deutsche Zollmuseum einen über 40 Jahre alten Doppelsternmotor. Ausgestattet mit 18 zweireihig angeordneten Zylindern erreichten diese Flugzeugmotoren über 2.000 PS.
Zahlreich wurden sie im Zweiten Weltkrieg in Militärflugzeuge eingebaut. Vor allem in den 1950er-Jahren wurden die robusten und zuverlässigen Triebwerke auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt.
Für die Zollverwaltung bekam das Fundstück des Monats Mai 2014 als Schmuggelversteck eine besondere Bedeutung. Die vorhandenen Hohlräume dienten zur Aufnahme von Kokain und waren sehr schwer zugänglich. Teilweise wurde sogar das Innenleben des Motors entfernt, um für insgesamt 74 Kilogramm Kokain Platz zu schaffen. Um jeglichen Raum nutzbar zu machen, wurde das Rauschgift in einer chemischen Flüssigkeit aufgelöst. Das Schmuggelversteck stammte aus Südamerika und wurde über den Hamburger Hafen eingeführt. Der Inhalt hatte einen Marktwert von fast drei Millionen Euro.
Der Sternmotor ist seit dem Frühjahr 2014 Bestandteil der Dauerausstellung des Deutschen Zollmuseums.