- Ort und Datum : München, 1. März 2023

Im Verteilzentrum eines Paketdienstleisters stellte eine Kontrolleinheit des Hauptzollamts Nürnberg in den Abendstunden des 10. November 2022 ein Paket mit 1,8 Kilogramm Marihuana sicher, das an einen Empfänger in Wien adressiert war.
Nach Übernahme der weiteren Ermittlungen durch das Zollfahndungsamt München - Dienstsitz Nürnberg - unter Federführung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde das aus Spanien kommende Paket in Zusammenarbeit mit den österreichischen Ermittlungsbehörden für eine Zustellung in Wien vorbereitet.
Bei der Zustellung des Pakets durch Beamte des österreichischen Bundeskriminalamts am Vormittag des 17. November 2022 kam es zur Festnahme des mutmaßlichen Empfängers, ein 43-jähriger Deutscher, der in Wien sesshaft ist.
Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler weitere 1,7 Kilogramm Cannabis, 1,6 Kilogramm THC-haltige Substanzen sowie geringe Mengen anderer Betäubungsmittel.
Anschlussermittlungen durch die österreichischen Behörden führten zu erneuten Hausdurchsuchungen im ganzen österreichischen Bundesgebiet, jedoch hauptsächlich in Wien. Dabei konnten weitere rund 200 Kilogramm Cannabis in verschiedenster Form, 10.000 mit Cannabis versetzte Süßwaren und Utensilien zur Herstellung entsprechender Produkte sichergestellt werden. Außerdem wurden im Verlauf der Ermittlungen drei weitere Tatverdächtige festgenommen, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden.
Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Betäubungsmittel beläuft sich nach Angaben der österreichischen Behörden auf schätzungsweise zwei Millionen Euro.